Worum geht es?

In einer Welt, die zunehmend komplex, dynamisch und mehrdeutig wirkt und damit auch unsicherer, drängt sich eine zentrale Frage auf:
Konzentrieren wir uns auf die richtigen Dinge und handeln wir angemessen?
Oder besser gleich konsequent auf den Punkt gefragt:
Konzentriere ich mich auf die richtigen Dinge und handle ich angemessen?

Ohne zu überzeichnen, gibt es genügend Anlässe, die aktuellen Herausforderungen als außergewöhnlich zu erleben. Sei es aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher oder politischer Perspektive, im beruflichen Umfeld oder ganz persönlich. Viele Menschen spüren daher den Wunsch nach mehr Klarheit und Orientierung. Wer diesem Impuls folgt und nicht nur verstehen, sondern auch wirksam handeln möchte, findet hier ein pragmatisches Verständnis der Situation, Gleichgesinnte und einen erprobten Ansatz für den Umgang damit.

Wahrnehmung der Lage

Zur aktuellen Lage – ob mit Blick auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Umwelt – wird bereits dauerhaft und lautstark erläutert, debattiert und demonstriert, und das in vielfältigen Anläufen und aus unterschiedlichsten Perspektiven. Offensichtlich besteht an vielen Stellen nicht nur erheblicher Handlungs-, sondern auch Klärungsbedarf. Dabei können auch aus einer persönlichen Perspektive, insbesondere aus der eigenen Betroffenheit von den Auswirkungen der aktuellen Situation, ganz individuelle Themen und Anliegen die Wahrnehmung der Lage prägen.
Auch wir haben unsere eigene Betrachtung davon, was problematisch ist, woher die jeweiligen Schwierigkeiten kommen und welche Konsequenzen daraus entstehen. Im Mittelpunkt steht diese Betrachtung bei uns jedoch ausdrücklich nicht. Denn so sinnvoll und unumgänglich wir all diese Auseinandersetzungen halten – oder gerade deshalb –, so wenig richten wir unseren Fokus auf konkrete inhaltliche Positionen. Unser Augenmerk gilt vielmehr der Grundlage, die es benötigt, um notwendige Auseinandersetzungen souverän, konstruktiv und sinnvoll führen zu können.

Was ist zu tun?

Viele der Herausforderungen, die wir im Alltag erleben – Orientierungslosigkeit, Polarisierung, Konflikte oder Schwierigkeiten mit Entscheidungen – sind Ausdruck tieferliegender Anforderungen und Fragen.
Wir verstehen diese Herausforderungen nicht als Einzelprobleme. Sie verweisen auf die Frage, wie wir alle aktuell zu mehr Souveränität, Verantwortung und Wirksamkeit gelangen können.
Deshalb geht es hier nicht lediglich um bessere Gespräche und in Folge bessere Entscheidungen, sondern um die Entwicklung von Menschen, die in ihren Wirkungskreisen klar und souverän handeln, Orientierung geben und Verantwortung übernehmen können.

Unsere Grundüberzeugung

Wir glauben, dass nachhaltige kulturelle Entwicklung nicht primär durch Institutionen, Kampagnen oder Programme entsteht. Sie entsteht durch Menschen, ganz konkret durch uns persönlich: Menschen, die eigenständig denken, sich ernsthaft auseinandersetzen können und bereit sind, Verantwortung in ihren jeweiligen Wirkungskreisen zu übernehmen.
Causam dicere betrachtet sich als einen substanziellen Beitrag zu dieser Entwicklung.

Wofür stehen wir?

Wir organisieren und unterstützen uns dabei, in komplexen und kontroversen Situationen klarer zu denken, fundierte Positionen zu entwickeln und wirksam zu handeln.
Das geschieht durch eine starke Gemeinschaft, ein gemeinsames Instrumentarium und die praktische Auseinandersetzung mit realen Anliegen.

So arbeiten wir

Wir arbeiten mit einfachen, aber wirkungsvollen Prinzipien:

Systematisch selbst denken – Anliegen und Themen methodisch durchdringen
Pragmatisch bleiben – Betrachtungen und Überlegungen treffen auf echte Entscheidungen
In der Auseinandersetzung bleiben – mit sich selbst und anderen, gerade auch unter Anspannung

Das Ergebnis: Klarheit, Tragfähigkeit und Angemessenheit

Wie gehen wir das konkret an?

In unserem Forum bieten wir eine Gemeinschaft, einen Raum für reflektiertes Denken, für Situations- und Entscheidungsreflexionen und einen echten Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten. Entsprechend unserer Zielsetzung - Klar denken. In der Auseinandersetzung bleiben. Tragfähig handeln. - untersuchen wir anhand von Situationen und Anforderungen, was es konkret dazu benötigt. Ebenso konsequent wahren wir einen Austausch, der geprägt ist von ernster Auseinandersetzung sowie echter Begegnung.
Durch die praktische Umsetzung entsteht so übegreifend ein Instrumentarium von nützlichen Werkzeugen und es entwickelt sich ein tieferes Verständnis von sich selbst, dem eigenen Verarbeitungsprozess und Möglichkeiten, diesen individuell zu steuern bzw. zu sichern.
In diesem Sinn organisieren wir eine Reihe von Angeboten.
Durch unsere Einladung zur aktiven Beteiligung charakterisieren wir unser Selbstverständnis und gemeinsames Vorhaben, einen tragfähigen Bezugsrahmen für menschliche Souveränität zu thematisieren und zu entwickeln, zu prüfen und praktisch wirksam zu machen.

Worauf soll das hinauslaufen?

Auf individueller Ebene tragen wir mittel- und längerfristig zu persönlicher Stärkung sowie zu mehr Sicherheit und Klarheit bei. Beides sind wesentliche Voraussetzungen dafür, sich auch in schwierigen und spannungsreichen Situationen souverän in Diskussionen und Meinungsbildungsprozesse einzubringen. Damit können Auseinandersetzungen in persönlich relevanten Themen und Anliegen an Qualität gewinnen und zu besseren Entscheidungen beitragen. Durch die damit verbundenen Erfahrungen und Reflexionsprozesse wird zugleich die eigene Selbststeuerung gestärkt. Im Sinne einer zunehmenden Selbstermächtigung wächst die Fähigkeit, die eigene Haltung, das eigene Handeln und die eigenen Entscheidungen bewusster zu steuern. Die erlebte Souveränität nimmt zu.
Längerfristig wirkt sich dies auch auf konkrete persönliche Anliegen und das eigene soziale Umfeld positiv aus. Menschen werden eher in die Lage versetzt, ihre Interessen und Anliegen selbstbestimmt zu verfolgen, mit anderen konstruktiv auszuhandeln und auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Über die individuelle Perspektive hinaus liegt darin eine weitergehende Wirkung: Es tragen zunehmend mehr Menschen dazu bei, dass sachliche Auseinandersetzungen stärker von fundierten und vernünftigen Standpunkten geprägt sind. Menschen lernen, ihre Positionen souverän zu vertreten, andere zugleich wirkungsvoll und konstruktiv zu hinterfragen und dadurch echte Begegnung auch dort zu ermöglichen, wo unterschiedliche Interessen oder Perspektiven aufeinandertreffen, ob im privaten, beruflichen oder gesellschaftlichen Kontext.
Eine höhere Qualität von Auseinandersetzungen kann wiederum zu besseren Lösungs- und Entscheidungsprozessen führen. Dadurch entsteht mehr Klarheit und Sinnhaftigkeit im gemeinsamen Handeln.
Langfristig nähern wir uns damit der Selbstverständlichkeit an, in der Menschen ganz konkret persönliche Sicherheit, Zugehörigkeit und Sinnhaftigkeit erfahren und zugleich anderen vermitteln. So entsteht ein tragfähiger Rahmen für weitere soziale Interaktionen. Ein souveränes, angemessenes und konstruktives Einbringen wird zur Selbstverständlichkeit und somit zu einem Kristallisationspunkt kulturellen Lebens. In diesem Sinne entsteht schrittweise wiederum mehr von dem, was dafür notwendig ist: Individuelle Sicherheit und Vertrauen, vertrauenswürdige Quellen für die eigene Orientierung und Recherche, inhaltlich anregende Debatten und inspirierende Rollenmodelle sowie die Fähigkeit zum eigenen kritischen Denken und zum konstruktiven Hinterfragen von Kriterien, Annahmen und Handlungsoptionen.
Die Vision, die uns verbindet, ist eine logische Konsequenz.

Unsere Fundierung

Ausgehend von unseren beschriebenen Kerngedanken formulieren wir in der Fundierung die grundlegenden Konzepte und Modelle unseres Ansatzes sowie ihre Zusammenhänge. Das theoretische Fundament ist von nachweislich erfolgreichen Denkrichtungen, Systemen, psychologisch fundierten Ansätzen und praktischen Erfahrungen inspiriert. Bestehende Ansätze werden dabei weder unverändert übernommen noch vollständig neu interpretiert. Vielmehr werden ihre wesentlichen Wirkprinzipien herausgearbeitet, auf das Wesentliche verdichtet und in einem pragmatischen, kohärenten und anwendungsorientierten System zusammengeführt. Ziel ist es, ihre zentralen Wirkmechanismen in einer möglichst einfachen und zugleich anschlussfähigen Form zugänglich und nutzbar zu machen.
Dieser Unterbau stützt sich aus psychologischer Sicht auf vier miteinander verbundene Grundkonzepte, die unterschiedliche Aspekte menschlichen Erlebens, Verhaltens und dessen Steuerung beschreiben. Dabei betonen hervorgehobene Konzepte essenzielle Begriffe sowie unsere Arbeitshypothese.

Was ist daran neu oder anders?

Mit dem erklärten Ziel, sich nicht in Komplexität zu verlieren, sich in schwierigen Gesprächen zu verstricken oder ihnen gar aus dem Weg zu gehen, geht es darum, eine eigene fundierte Meinung zu entwickeln, dadurch bessere Entscheidungen zu treffen, wirkungsvoller zu handeln und langfristig die eigene Handlungsfähigkeit auszubauen. Wir bieten und entwickeln gemeinsam aus komplexen Modellen ein handhabbares, alltagstaugliches Instrumentarium. Damit können Menschen ihre eigenen Anliegen bearbeiten, in ihren jeweiligen Wirkungskreisen wirksamer werden und letztlich eine wirkliche Souveränität aufbauen.
Die Eigenständigkeit unseres Ansatzes liegt dabei nicht primär in der Entwicklung neuer theoretischer Inhalte, sondern in der konsequenten Ausrichtung auf Essenz, Pragmatik und Umsetzbarkeit. Ziel ist es, wirksame Prinzipien auf ihren Kern zu reduzieren, systematisch einzuordnen und in einer möglichst einfachen und zugleich anschlussfähigen Form nutzbar zu machen.
„Neu“ ist hier gerade nicht unsere Denkrichtung oder gar ein Anspruch. Anders ist vielmehr die Art und Weise, wie wir mit vorhandenen Erkenntnissen und Prinzipien umgehen: Ernsthaft, pragmatisch, explizit und konsequent.

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